logo-100-mS Betreuung und Pflege
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Altern ist ein individueller Prozess, der durch verschiedene Aspekte beeinflusst wird:
Chronologischer Aspekt: das jeweilige Lebensalter mit seinen körperlichen und psychischen Erscheinungsweisen.
Biologischer Aspekt: Veränderungen von Organen und Organsystemen im Laufe des Lebens
Psychologischer Aspekt: das psychische Alter ist von verschiedenen Faktoren abhängig: Biografie, Persönlichkeitsstruktur, intellektuelle Leistungsfähigkeit, sozialer Status, Schulbildung, Beruf, Gesundheit, persönliche Wahrnehmung, Vorbereitung auf das Alter.
Soziologischer Aspekt: Altern in der Gesellschaft
Anthropologischer Aspekt: Alter und Menschsein, Auseinandersetzung mit dem Tod.

Im Bewusstsein der verschiedenen Aspekte des Alterns ergeben sich folgende Pflegeziele:

1.Unterstützung bei den Aktivitäten des täglichen Lebens nach den individuellen  
      Bedürfnissen des Bewohners. (Modell des Lebens nach Nancy Roper, s.S.13)

2.  Stärkung des Selbsthilfewillens und Aktivierung der Kräfte:
     Bewohner und Tagesgäste werden ermutigt, eigene Ressourcen zu aktivieren, zu nutzen 
     und im Alltag einzubringen. Dabei ist darauf zu achten, dass niemand unter- oder
     überfordert wird.

3.  Schaffung eines individuellen sozialen Umfeldes:
     Bewohner und Tagesgäste haben  nach möglicher, vorangegangener Isoliertheit die 
     Möglichkeit, neue Kontakte zu knüpfen und sich in einer Gruppe zu integrieren.

4.  Vermeidung von Verwirrung, Hilfe zur Orientierung:
     Klare räumliche und zeitliche Strukturen und ein ganzheitliches Betreuungskonzept mit  
     kleinen Einheiten unterstützen die Bewohner und Gäste darin, sich zu orientieren und 
     zurechtzufinden.

Durch die Schaffung von Freiräumen erhalten die Bewohner und Gäste die Möglichkeit, nach eigenen Wünschen und Bedürfnissen Entscheidungen zu treffen, die den persönlichen Tagesablauf betreffen. Persönliche Wünsche können aber auch für die Gruppe von Bedeutung sein z.B. bei der Menüplanung, bei der Gestaltung eines Festes, bei der Zubereitung von Mahlzeiten usw.

Der Bewohner steht im Mittelpunkt eines zentralen Pflegeprozesses. In den gesamten Phasen hat er seine persönliche Bezugsperson und wird im entsprechend den pflegerischen Problemen, Bedürfnissen und Fähigkeiten betrachtet.
Bei der Unterstützung des pflegebedürftigen Menschen und bei der Erhaltung oder dem Wiedererlangen von Unabhängigkeit und Wohlbefinden wird im Seniorenzentrum darauf geachtet, dass der Bewohner in den für ihn relevanten Aktivitäten, nach dem Modell des Lebens (Nancy Roper) gefördert wird.
Das Pflegepersonal hat die Verantwortung in den Bereichen Pflegeplanung, Pflegedurchführung, Pflege-dokumentation und Pflegeorganisation. Hier hat die Pflege die Entscheidungs-, Durchführungs- und Evaluationsverantwortung.
In der medizinischen Diagnostik und Therapie hat der Arzt die Entscheidungs-, Delegations- und Evaluationsverantwortung.

Bei den Kooperations- und Koordinationsleistungen werden von den Pflegenden Aufgaben in Abstimmung mit anderen Berufsgruppen und Arbeitsbereichen wahrgenommen (z.B. Essensverteilung, Hauswirtschaft usw.).

Der Begriff Kooperation erfordert die gegenseitige Unterstützung aller Berufsgruppen auf das Ziel der Gesundheit, Unabhängigkeit und Wohlbefinden von den pflege- und betreuungs-bedürftigen Menschen im Altenzentrum.

Für notwendige "kleine Hilfen" des alltäglichen Lebens sollte es eine Reihe von Ehrenamtlichen geben.
Das Konzept der ehrenamtlichen Arbeit umfasst nicht nur das Betreute Wohnen. Die Mitarbeit und das Engagement von ehrenamtlichen Helfern ist für ein Seniorenzentrum in jedem Fall eine sehr begrüßens- und unterstützenswerte Hilfe. Durch alltägliche Besuche erhalten Bewohner Beziehungspartner, welche die Lebensqualität, nicht nur durch aktive Hilfe und Betreuung, sondern durch den menschlichen Kontakt sehr erhöhen. Diese "Ehrenamtlichen-Arbeit" wird durch einen sozialen Dienst organisiert und betreut.

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