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Bereiche des Seniorenzentrums in Langenlonsheim

Die wichtigsten Bereiche eines Seniorenzentrums für Langenlonsheim sind im folgenden Schaubild dargestellt. Die einzelnen Elemente stehen nicht für sich, sondern sind aufeinander bezogen und miteinander vernetzt. (In Klammern steht die Zahl der vorgesehenen Plätze)
Schaubild Belegung

Wenn man sich grundsätzliche Gedanken über  das Seniorenzentrum  macht wird deutlich, dass es möglichst viele Leistungsaspekte der Versorgung und Betreuung anbieten soll.

In dem Versorgungs- und Betreuungsangebot sind enthalten:
1.Betreutes Wohnen
2.Hausgemeinschaften
3.Tag- bzw. Nachtpflege
4.Kurzzeitpflege
5.Vollstationäre Pflege
6.Wohnen unter gerontopsychiatrischen Aspekten.
In den Bereichen 4-6 sollen die zur Verfügung stehenden Plätze variabel gehandhabt werden können.
Ergänzt werden die Bereiche durch:
offenen Mittagstisch
Stützpunkt einer Sozialstation
eine Beratungsstelle für ältere Menschen (für alle Senioren der VG).

Anforderungen und Ziele
Von einem humanistischen  Menschenbild ausgehend, bei dem Körper, Geist und Seele als Einheit betrachtet werden, ergeben sich folgende Ziele und Anforderungen an ein Seniorenzentrum in Langenlonsheim:

Jeder in der Verbandsgemeinde Langenlonsheim soll vor Ort die Hilfe finden können, die er benötigt, um ein Leben in Würde führen zu können. Der betagte Mensch an sich steht im Mittelpunkt allen sozialen und pflegerischen Handelns.

Die Inanspruchnahme von Hilfe aus dem Seniorenzentrum bedeutet nicht „Endstation“ im Leben eines alten Menschen, weil er zunächst an die Grenzen seiner Selbstständigkeit gelangt ist. Durch soziale Kontakte und die Möglichkeit, die eigenen Lebensumstände eigenverantwortlich mit Hilfe wieder so zu gestalten, dass das Selbstwertgefühl und die Selbstzufriedenheit gestärkt wird, soll vielmehr Lebensqualität gesichert und gefördert werden.
Angehörige und Familien sollen durch ein mehrschichtiges Angebot an Hilfeleistung Entlastung, aber auch Hilfe und Rat finden können.
Die Mitarbeiter sollen sich mit der Einrichtung identifizieren. Sie kennen das Leitbild und wissen um  Inhalt und  Ziele. Sie sollen das Leitbild annehmen, um es im Alltag zusammen mit den Bewohnern, Angehörigen und im Team umzusetzen.

Die Bewohner der Ortsgemeinden sollen das Seniorenzentrum privat, aber auch durch Gruppen, Vereine, Kirchengemeinde usw. lebendig machen. Es gehört zum Leben im Ort dazu und ist auf verschiedene Weise offen für die Allgemeinheit ohne die Privatsphäre des einzelnen Bewohners zu stören.

 

Bewohner
Der Mensch im Seniorenzentrum steht im Mittelpunkt. Er soll sich körperlich und geistig wohl fühlen. Sein Recht auf Selbstbestimmung ist ein zentrales Anliegen der Betreuung. Er soll Vertrauen zu den Mitarbeitern und zur Institution des Seniorenzentrums entwickeln. Die Betreuung der Senioren im Haus versteht sich als ein partnerschaftliches Miteinander zwischen Mitarbeiter und Bewohner. Um dieses Ziel zu erreichen, bekommt der Bewohner  umfassende Betreuungsangebote. Die Mitarbeiter werden ständig geschult. Die Pflege versteht sich als eine aktivierende und fördernde Pflege. Der Bewohner sorgt im Rahmen seiner Möglichkeiten für sich selbst. In den Bereichen, in welchen er Hilfe oder vollständige Übernahme der Tätigkeiten braucht, wird ihm Unterstützung gegeben. Durch die aktivierende Pflege kann der Bewohner seine Selbstständigkeit ganz oder teilweise wiedererlangen bzw. zumindest seine persönlichen Ressourcen erhalten. Auf der Grundlage des Pflegeprozesses werden im Zuge der Pflegeplanung die Probleme, Ressourcen, Ziele und die daraus resultierenden Maßnahmen jeden Bewohners formuliert, durchgeführt, überprüft und bei Bedarf korrigiert. Die Informationen für die Pflegeplanung sammeln die Mitarbeiter aus der Biografiearbeit. Das Betreuungsteam richtet seine Organisation auf die Bedürfnisse und Wünsche der Bewohner aus. An den Schnittstellen zu anderen Bewohnerwünschen werden gemeinsam Möglichkeiten und Kompromisse gesucht.

Die persönliche Beziehung zwischen Mitarbeiter und Bewohner spielt bei der Betreuung der Bewohner und Gäste des Seniorenzentrums eine große Rolle. Ein offenes Miteinander, gegenseitiger Respekt und Akzeptanz fördern die Gemeinschaft zwischen Bewohner und Mitarbeiter. Dieses unterstützt die Gestaltung des Alltages in der Einrichtung.

Wenn ein Bewohner sich nicht mehr selbst äußern kann, wird durch Zusammenarbeit mit Angehörigen und/oder der Betreuungsperson und Kenntnis der Biografie eine umfassende Informationskette aufgebaut, die helfen soll, den Bewohner mit seinen Bedürfnissen zu begleiten und in den Aktivitäten des täglichen Lebens zu unterstützen.

Bewohner oder auch Interessierte können die Seniorenberatung in der Einrichtung nutzen.
Dort gibt es schriftliches Material zu allen Themen, die Senioren interessieren. Auch moderne Medien, wie das Internet, stehen zur Verfügung und können genutzt werden.
Ein qualifizierter Mitarbeiter hilft Formulare auszufüllen, Anträge zu stellen und gibt Hinweise im Umgang mit Behörden.
Das Seniorenzentrum bietet dem Bewohner Raum für Ruhe und Besinnung. Er kann sich in eine Kapelle oder einen Meditationsraum zurückziehen.
Es werden regelmäßig katholische und evangelische Gottesdienste gehalten. Die katholische wie auch die evangelische Pfarrei in Langenlonsheim sollen das Leben des Seniorenzentrums mit Aktivitäten aus den Pfarrgemeinden im Haus oder im Pfarrzentrum
unterstützen.

Durch den Fahrdienst, der vom Seniorenzentrum angeboten wird, bekommt der Bewohner die Gelegenheit, mobil zu bleiben.Es werden Fahrpläne erstellt, damit der Bewohner seine Aktivitäten planen kann.

Personal
Die Mitarbeiter identifizieren sich mit der Einrichtung. Sie kennen das Leitbild und sind in die Arbeitsabläufe konzeptionell eingebunden. Sie erleben sich als Mitarbeiter, die ihre Arbeit professionell nach einem entsprechendem Trägerleitbild mitgestalten.
Transparenz der Leitungsstruktur, klare, übersichtliche Aufgaben, Mitbestimmung und Motivation durch leistungsgerechte Vergütung, fördern eine gute Arbeitsatmosphäre.
Eine ständige Schulung, Fort- und Weiterbildung des in den Bereichen arbeitenden Personals ist Grundlage von qualitativ anspruchsvollem Arbeiten im Seniorenzentrum. Personal zu therapeutischen Behandlungen (Ergotherapeuten, Krankengymnasten usw.) kommt nach Absprache von außerhalb ins Haus und führt die jeweils vom Hausarzt rezeptierte Therapie mit dem Bewohner in seinem Zimmer oder in den dafür vorgesehenen Räumlichkeiten aus.

Standort
Die Einwohner der Verbandsgemeinde Langenlonsheim identifizieren sich mit der Einrichtung in ihrer Gemeinde. Sie tragen die Einrichtung mit ihrem Engagement und mit ihren Vereinen. Das Seniorenzentrum wird bei den Festen und Aktivitäten der Gemeinde einbezogen.

Ausstattung und Gestaltung
In erster Linie soll sich der Bewohner "zu Hause" fühlen. In den einzelnen Bereichen des Hauses findet er Nischen und wohnliche Ecken, die er selbst mitgestalten kann.
Für das Seniorenzentrum ist es wichtig, dass der Bewohner, auch bei Veränderung der Pflegebedürftigkeit, sein  Zimmer behalten kann.
Bei der Architektur wird auf Helligkeit in den Räumen sehr viel Wert gelegt. Alle Zimmer sollen mit Rufanlagen und Anschlüssen für mögliche Medien wie Telefon, Fernseher und  Computer ausgestattet werden. Auch ein kleiner Kühlschrank soll in jedem Zimmer  zu finden sein.
Den Bewohnern wird es möglich gemacht, eigene Möbel mitzubringen. Bei Bedarf kann der Bewohner auf eine Grundausstattung an Möbeln des Heimes zurückgreifen.
Alle Zimmer, bis auf das Betreute Wohnen,  erhalten Pflegebetten. Alle Räume werden be-hindertengerecht konzipiert.

Bereiche des Seniorenzentrums

Betreutes Wohnen
Es sollen sechs alten- und behindertengerechte Wohnungen geschaffen werden. Einige dieser Wohnungen sollen auch für Ehepaare geeignet sein. Die Seniorenwohnungen sollen ein normales Wohnen gewährleisten, unabhängig von Versorgungsleistungen und ohne Ver-pflichtung zu Gemeinschaftsveranstaltungen.
Durch die Anbindung an das Seniorenzentrum Langenlonsheim wird diese individuelle Wohnform mit der notwendigen Absicherung versehen. Ein Betreuungsvertrag garantiert den Anschluss an die Notrufanlage des Seniorenzentrums, die Vermittlung von evtl. notwendigen
Hilfen sowie, bei Bedarf, qualifizierte Koordination und Beratung.
Betreutes Wohnen bedeutet, dass der ältere Mensch sich ein Einzel- oder Mehrzimmer-appartement mit Küche und Bad im Seniorenzentrum mieten kann. Der Vorteil liegt darin, dass er seinen Tagesablauf unabhängig von der Einrichtung gestalten kann. Bei Bedarf oder auf Wunsch fordert er Dienstleistungen vom Seniorenzentrum an. Diese werden mit ihm abgesprochen. Wer möchte kann an Aktivitäten und dem Leben im Seniorenzentrum teilnehmen.
Im Notfall kann der Bewohner durch eine Rufanlage einen Mitarbeiter des Seniorenzentrums anfordern.

Hausgemeinschaften
Die Senioren leben in familienähnlicher Gemeinschaft. Jeder hat seinen persönlichen Bereich. Alle anderen Bereiche wie Bad, Küche, Wohnzimmer werden gemeinschaftlich genutzt. Die Bewohner organisieren ihren Tagesablauf selbständig und treffen nach Wunsch ihre Absprachen untereinander. Eine Notrufanlage bzw. Pflegebereitschaft ist jederzeit sichergestellt (vergleiche Betreutes Wohnen). Die Hausgemeinschaft entspricht der klassischen Wohngemeinschaft, in der jeder einzelne Bewohner für sein Zimmer und die Nutzung der Gemeinschaftsräume Miete zahlt.
Räumlich wird die Hausgemeinschaft von den anderen Bereichen getrennt, möglicherweise in einem angrenzenden Haus. Insgesamt sind etwa sechs Plätze für das Seniorenwohnen geplant.
Alle Leistungen des Seniorenzentrums können nach Bedarf genutzt werden.

Tagespflege
Bei der Konzeption eines Seniorenzentrums gehören die Leistungsbereiche der Tages - bzw. Nachtpflege als wesentliche Eckpfeiler des Pflegekonzeptes unbedingt dazu.
Tagespflegeeinrichtungen sind für pflegebedürftige Menschen vorgesehen, die auf Grund körperlicher oder seelischer Beeinträchtigung nicht in der Lage sind, alleine in ihrer Wohnung zu leben und tagsüber der Unterstützung bedürfen, ansonsten aber von ihrer Familie oder anderen Personen zu Hause versorgt werden.
Das gesamte Dienstleistungsangebot des Seniorenzentrums steht  den Tagespflegegästen, an den von ihnen gewünschten Tagen und Uhrzeiten zur Verfügung. Das Dienstleistungsangebot richtet sich nach den Wünschen und Bedürfnissen und wird  individuell zusammengestellt und berechnet. Dies kann bedeuten, dass jemand die ganze Woche tagsüber die Leistungen des Seniorenzentrums wahrnimmt, aber nachts in seinen heimischen Räumlichkeiten schläft.
Geschultes Betreuungs- und Pflegepersonal kümmert sich um die Betreuung und Versorgung der Tagespflegegäste. Neben den Wohnbereichs- und Gesellschaftsräumen steht der Tagesgruppe ein gesonderter Ruhe- und Aufenthaltsraum zur Verfügung, ausserdem geeignete sanitäre Anlagen.

Nachtpflege
Nachtpflege bedeutet, dass ein älterer Mensch tagsüber durch pflegende Angehörige zu Hause versorgt wird, nachts aber die Betreuung stationär durchgeführt wird.
Die Nachtpflegegäste werden zu einer mit ihnen festgelegten Zeit (z.B. 19.00 Uhr) von ihren Angehörigen gebracht oder vom Fahrdienst abgeholt.
Wie bei dem Tagespflegeangebot können die sie Leistungen des Hauses in Anspruch nehmen. Geschultes Betreuungs- und Pflegepersonal steht den Gästen für Bedürfnisse und Wünsche zur Verfügung mit speziellen Angeboten wie "Nacht-Café", Kassetten-Hörspiele, Video-Angebote, gestalterisch-kreative Beschäftigung.
Zwei Plätze bleiben der Nachtpflege vorbehalten.
Neben der Kurzzeitpflege ist die Tages- und Nachtpflege ein Angebot zur Entlastung pflegender Angehöriger und zur Sicherstellung der häuslichen Pflege.
Die Gäste werden von den Mitarbeitern einzeln oder in Gruppen betreut. Es werden aktivierende und fördernde Maßnahmen angeboten. Nach Bedarf und Möglichkeit kann auch Einzelbetreuung angeboten werden. Die Mahlzeiten werden im Speisesaal oder in den Aufenthaltsräumen eingenommen.
Die Bewohner des Seniorenzentrums können an den Angeboten der Tages- oder Nachtgruppe teilnehmen. Ausnahmen sind gegeben, wenn die Aktivitäten nur eine begrenzte Teilnehmer-zahl zulassen.
Es wird ein Fahrdienst für die Tages- oder Nachtpflegegäste angeboten. Dieser holt die Bewohner ab und bringt sie wieder nach Hause.
Angehörige, Freunde oder Bekannte sind in das Betreuungskonzept eingebunden.

Kurzzeitpflege
Kurzzeitpflege bedeutet Pflege, Betreuung und Aktivierung durch unterschiedliche Angebote auf Zeit, in der Regel vier bis sechs Wochen bei:
Ausfall der Pflegeleistungen durch Krankheit, Urlaub oder Kur der Betreuungsperson.
Nachsorge, Rehabilitation, Überleitung oder Überbrückung vom Krankenhaus nach Hause.
Feriengäste der Region können ihre zu pflegenden Angehörigen im Seniorenzentrum unterbringen und sie während ihres Urlaubes dort besuchen.
Um sozialer Isolierung, bewussten oder unbewussten Konflikten zwischen Pflegebedürftigen und Pflegepersonen (Angehörige, die Jahre der Pflegebelastung hinter sich haben) oder Ausfall durch Krankheit vorzubeugen, ist die Einrichtung von Kurzzeitpflegeplätzen ein wichtiger Schritt zur Sicherung von Pflegequalität - nicht nur bei Schwerstpflege-bedürftigkeit.
Das Angebot in der Kurzzeitpflege geht über Grundpflege und Betreuung hinaus. Inhalte sind verschiedene Angebote zur Aktivierung, therapeutische Maßnahmen und soziale Kontakte. Diese Angebote werden von geschultem Fachpersonal aus Pflege und medizinischen Berufen durchgeführt, wobei die professionelle Anleitung der Angehörigen Bestandteil des Behandlungs- und Pflegeplanes ist. Dieses Konzept wird durch Kooperation mit externen Krankengymnasten, Logopäden, Therapeuten, Ärzten und durch geschultes Pflegepersonal unterstützt. Der Übergang von Krankenhausaufenthalt (z.B. nach Oberschenkelhalsfraktur) zur häuslichen Umgebung kann somit gut vorbereitet und erleichtert werden.
Die Kurzzeitpflegegäste haben die Möglichkeit, an den regelmäßig angebotenen Aktivitäten des Hauses teilzunehmen.
Für dieses Angebot werden sechs Plätze zur Verfügung gestellt.

Vollstationäre Pflege
Die freie Wahl für Gemeinsamkeit und Aktivität oder die Abgeschiedenheit und Ruhe im eigenen Zimmer tragen zu einer harmonischen Situation der Bewohner bei, die ihren Lebensabend im Seniorenzentrum Langenlonsheim verbringen. Viele haben auf Grund ihrer Pflege-oder Hilfsbedürftigkeit ein Zimmer in diesem Bereich bezogen. Man kann je nach Wunsch und Bedarf aktivierende und rehabilitativ orientierte Pflege im eigenen Zimmer bekommen.
Unterstützung findet der Bewohner bei der Therapie und Freizeitgestaltung in Form von regelmäßigen Veranstaltungen im Wohnbereich oder in individuellen Gruppen innerhalb und außerhalb des Hauses. Eine bewohnerorientierte Betreuung und Pflege nach dem Pflege-model von Nancy Roper* wird gewährleistet. Ebenso bekommt der Bewohner eine ausgewogene, auf seine Bedürfnisse abgestimmte, Ernährung.
Beziehungspflege ist eine wichtige Säule des Hauskonzeptes. Deswegen werden die Mitarbeiter in der Pflege, Betreuung und Hauswirtschaft so eingeteilt, dass die Bewohner sich darauf verlassen können, nur in bestimmten Ausnahmen (z.B. größere Krankheitswellen, Urlaubszeit) andere Mitarbeiter als die gewohnten zu sehen.
Wenn der Bewohner pflegerisch mehr Hilfe und/oder Hilfsmittel benötigt, kann - nach Absprache mit dem Bewohner und den Angehörigen - das Zimmer entsprechend umgestaltet  werden.


*Nancy Roper (*1918) entwickelte zusammen mit zwei Kolleginnen ein Krankenpflegemodell, das 1980 das erste Mal veröffentlicht wurde als „Modell des Lebens“. Nancy Roper ist Krankenschwester, arbeitete 15 Jahre als Unterrichtsschwester, promovierte, dozierte und beriet in vielen Bereichen der Krankenpflege und Pflegeforschung.
 

Pflege von altersverwirrten Menschen (Gerontopsychiatrie)
Dieser Bereich bildet eine Einheit ähnlich einer Wohn- oder Hausgemeinschaft, den die Bewohner jederzeit verlassen können. Dieses wird den Mitarbeitern durch Detektoren o.Ä. an den Aussentüren gemeldet. Damit ist gewährleistet, dass ein Bewohner, der die  Wirklichkeit der Situation verkennt, sicher sein kann, dass die Mitarbeiter ihn, falls er sich in Gefahr befindet, schützen.
In dem Bereich der Gerontopsychiatrie leben vorwiegend dementiell erkrankte Bewohner. Die Betroffenen brauchen eine einfühlsame, zeitintensive, und fachlich fundierte Betreuung und Pflege. Das Seniorenzentrum Langenlonsheim möchte betroffenen Menschen in seiner Verbandsgemeinde ein angemessenes Hilfeangebot bieten.
Eigenes Mobiliar und Wanddekorationen, womit der Bewohner persönlich Erinnerungen verbindet, sind hier für seine Orientierung und somit für sein Wohlbefinden sehr hilfreich.
Normalerweise orientiert sich der Mensch, unterstützt durch das Gedächtnis. Dementiell Erkrankte haben in diesem Bereichen große Schwierigkeiten. Ihr Wahrnehmungsvermögen kann zeitlich, örtlich, situativ oder persönlich so verändert sein, dass sie große Probleme damit haben, sich in ihrem Umfeld zu orientieren. In dieser besonderen Situation ist es sehr hilfreich, die  Umgebung  verstärkt über die Sinne zugänglich zu machen.
Aus diesem Grund werden in dieser Abteilung Räume zur Förderung der Sinnes-wahrnehmung eingerichtet. Es gehört in diesem Bereich auch dazu, dass die Mitarbeiter zusammen mit den Bewohnern die Mahlzeiten zu sich nehmen. Gerade das gemeinsame Essen fördert die Gemeinschaft und schafft eine gute Kommunikationsbasis.

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