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Gesellschaftliche Hintergründe Anhand des vorliegenden Zahlenmaterials lassen sich für die Bundesrepublik Deutschland (Statistisches Bundesamt, 31.12.1998), für das Land Rheinland-Pfalz (Statistisches Landesamt Bad Ems, 31.12.1998), für den Kreis Bad Kreuznach (Dokumentation des Landkreises Bad Kreuznach, 2000), sowie der Gemeindestatistik der Verbandsgemeinde Langenlonsheim (Stand: 30.06.1999) folgende Aussagen treffen: -Der zahlenmäßige Anteil von älteren Menschen über 60 Jahren nimmt in den nächsten 20 Jahren zu. -Der prozentuale Anteil älterer Menschen über 60 Jahre nimmt bei sinkenden Geburtenraten überproportional zu.
Statistische Zahlen der Verbandsgemeinde Langenlonsheim Die Verbandsgemeinde Langenlonsheim besteht aus 7 Ortschaften. Sitz der Verbandsgemeinde Langenlonsheim ist die Ortsgemeinde Langenlonsheim. Die einzelnen Ortsgemeinden werden entsprechend ihrer Einwohnerzahl aufgeführt.
Langenlonsheim:3741 Guldental:2794 Bretzenheim:2479 Windesheim:1875 Rümmelsheim:1394 Laubenheim: 893 Dorsheim: 682
Die gesamte Verbandsgemeinde hat somit 13858 Einwohner. Die Zahl der Einwohner über 60 Jahre beträgt 3014. Dies entspricht einem Anteil von 21,7 Prozent. Von diesen 3014 Einwohnern der Verbandsgemeinde sind 1728 Frauen und 1286 Männer. Das prozentuale Verhältnis dieser Altersgruppe liegt somit bei 57,3% Frauen zu 42,7% Männer.
Analyse Anhand der vorliegenden Statistik der Verbandsgemeinde Langenlonsheim und unter Berücksichtigung der gesellschaftlichen Hintergründe wird die Zahl der älteren Menschen über 60 Jahre von 3014 in den nächsten 20 Jahren weiter ansteigen. Die Prognose des Statistischen Landesamtes Bad Ems aus dem Jahr 1991 ist bereits für diese Altersgruppe um circa 100 Personen überschritten. Der derzeitige prozentuale Anteil dieser Altersgruppe von 21,7 Prozent wird auf Grund der Geburtenrückgänge einen Anteil von mehr als 30 Prozent bis zum Jahre 2020 erreichen. Wegen der hohen Lebenserwartung ist das Risiko des Auftretens von Krankheit, Behinderung und Pflegebedürftigkeit erhöht. Zudem ist ein Anstieg der gerontopsychiatrischen Erkrankungen zu erkennen. Die Pflegebedürftigen in der Bundesrepublik werden zur Zeit zu mehr als 80 Prozent in der häuslichen Umgebung gepflegt und versorgt. Die Pflege wird überwiegend von Frauen geleistet. In Zukunft wird die Bereitschaft der Frauen, die Pflege der Angehörigen zu übernehmen, zurückgehen (Berufstätigkeit der Frauen, Töchter oder Schwiegertöchter wohnen weit entfernt, usw...). Die ältere Generation wird in Zukunft in geringerem Maße in familiären Strukturen eingebettet sein. Soziale Bindungen in Nachbarschaft und Familie scheinen nicht mehr eine so große Rolle zu spielen, wie dies zu früheren Zeiten der Fall war.
Gründe für die Errichtung eines Seniorenzentrums In der Verbandsgemeinde Langenlonsheim leben zur Zeit 2250 Personen über 65 Jahre. Bereits laut Kreisaltenplan von 1993 sind für 3,5 Prozent der Einwohner über 65 Jahre Heimplätze zur Verfügung zu stellen (2% für Altenheim- und 1,5% für Altenpflegeplätze). Für die Verbandsgemeinde ergeben sich somit 78,75 Pflegeplätze. Ziel der gesamten Bemühungen muss es im Interesse der älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger sein, ein modernes Seniorenzentrum, das den vielseitigen Bedürfnissen der älteren Menschen angepasst ist, zu fordern, umzusetzen und mit Leben zu füllen. Schon 1993 waren im Kreisaltenplan 48 Heimplätze für die Verbandsgemeinde Langenlonsheim vorgesehen. Dies ist bis heute jedoch nicht umgesetzt worden. Mit Blick auf die zukünftige Altersentwicklung in unseren Gemeinden und dem Wissen, dass derzeit mindestens 60 ältere Menschen ausserhalb der Verbandsgemeinde in Altenheimen untergebracht sind, ist das Ziel, Plätze vor Ort zu schaffen, ein Anliegen des Fördervereins.
Aus der geschichtlichen Entwicklung der Altenheime wissen wir, dass es um die Würde der älteren Menschen nicht immer gut bestellt war. Mit einem Konzept, das verschiedene Möglichkeiten des Wohnens und Lebens im Alter anbietet, haben Betroffene und Angehörige die Auswahl, zu entscheiden, was den konkreten Wünschen und Bedürfnissen entspricht. Dazu zählen auch innovative Modelle wie die Wohngemeinschaft für Senioren, Hausgemeinschaften und Modelle der gerontopsychiatrischen Betreuung. Geläufig ist neben der Vollstationären Pflege mittlerweile schon das Betreute Wohnen und die Tages- und Kurzzeitpflege. Mit der Öffnung des Seniorenzentrums für die Öffentlichkeit, d.h. Gemeinde, Vereine, Privatpersonen usw. wird die Integration der älteren Menschen unterstützt und das Zugehörigkeitsgefühl gestärkt. Angedacht in dem Konzept sind z.B. auch ein öffentliches Cafe, Kinderbetreuung nach der Schule, eine Bücherei usw.. Es sind Einrichtungen, die dem öffentlichen Leben zugute kommen und manchem Bewohner Sinnerfüllung und Lebensfreude zurückbringen können.
Für den Wirtschaftsstandort Langenlonsheim bedeutet die Schaffung eines Seniorenzentrums circa 40 neue Arbeitsplätze.
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